Der Anbau von Zwischenfrüchten ist sowohl ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoll. Teilweise wird der Anbau bezuschusst.
Argumente für den Zwischenfruchtanbau:


* Verbesserung der Bodenstruktur durch Durchwurzelung
* Verminderung der Bodenerosion durch Bodenbedeckung
* Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen, insbesondere mit Stickstoff bei Leguminosen
* Zusätzliche Futterquelle
* Nematodenbekämpfung

Exkurs Leguminosen:
Leguminosen sind, in Symbiose mit Knöllchenbakterien, in der Lage, den Luftstickstoff im Boden zu binden. Somit haben Zwischenfrüchte auch einen monetär messbaren Vorfruchtwert.

 

 

Biofumigation

Im Zusammenhang mit dem Zwischenfruchtanbau wird immer wieder die Biofumigation thematisiert. Hierbei handelt es sich im wesentlichen um eine besondere Verfahrensweise des Zwischenfruchtanbaus und nicht um eine spezielle Sortenauswahl.

Prinzipiell lässt sich Biofumigation mit allen Kreuzblütlern (Senf, Ölrettich) durchführen. Idealerweise sollte dies mit nematodenresistenten Sorten praktiziert werden. Wenn die Zwischenfrucht voll in der Blüte steht wird der Bestand gemulcht und das Mulchmaterial in den Boden eingearbeitet (z.B. Kreiselegge). Für eine effektive Wirkung sollte der Boden anschließend rückverdichtet werden. Nun werden die Glucosinolate der Pflanzenteile im Boden mit Enzymen zu Isothiocyanaten umgewandelt. Dadurch werden Bodenschädlinge wie freilebende Nematoden und Pilzmyzele bekämpft. Nach dem Einarbeiten in den Boden brauchen die enzymatischen Vorgänge einige Wochen um ideal zu wirken, weshalb es sich empfiehlt, die Fläche nicht zu früh wieder zu bewirtschaften.

Wichtige Aspekte zur optimalen Wirkung:

* Nematodenresistente Sorten verwenden

* Erst in der Blüte mulchen, denn zu diesem Zeitpunkt ist der Glucosinolatgehalt in der Pflanze am höchsten

* Bodenrückverdichtung reduziert den Austrag der gewünschten Isothiocyanaten in die Luft

* Nicht zu spät im Jahr durchführen, da die Vorgänge bei zu geringen Bodentemperaturen nicht optimal ablaufen

* Je länger die Fläche nach dem Mulchen brach liegt, desto länger ist die Wirkdauer und desto effektiver ist die Bekämpfung

* Regen während der enzymatischen Umwandlungsphase wirkt sich positiv auf die Vorgänge aus

 

 

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