Leguminosen
Hülsenfrüchte, auch Körnerleguminosen genannt, sind vielseitig verwertbar und haben positive Effekte auf die Fruchtfolge. Die Nutzungsarten sind die Körnergewinnung und die Futtergewinnung, wobei diese sowohl durch Zwischenfrucht als auch durch Hauptfruchtnutzung durchgeführt werden kann.
Leguminosen binden Stickstoff im Boden und verbessern die Bodenstruktur.
                                                                                        Zu den Kleearten

Sojabohnen

Sojabohnen - der Eiweißlieferant im Futtermittel

Produzieren Sie Ihren eigenen Soja mit geeigneten Sorten. Frühe Sorten der Reifegruppe 000 eignen sich auch zum Anbau in Deutschland. Das Saatgut ist fix und fertig geimpft und kann direkt ausgesät werden.

Botanischer Name: Glycine max
Saatzeitpunkt: Ab Mitte April bis Anfang Mai
Aussaatstärke: 65-75 Kö/qm
Düngung: Aufgrund der Impfung wird ausreichend N selbst geblidet; 48 kg P2O5, 51 kg K2O und 15 kg MgO
Erntezeitpunkt: Mitte September bis Ende Oktober
Verpackungsgrößen: 150.000 oder 170.000 Körner/EH

 

 

 

 

 

Hinweis für Erstanbauer:

Bei der Aussaat auf Flächen auf denen zuvor noch nie Sojabohnen angebaut wurden empfiehlt der Züchter zusätzlich zu der bereits vorhandenen fix & fertig Beize eine Zusatzimpfung die vom Landwirt kurz vor der Ausaat vorgenommen werden sollte.

 

 

Sojabohne Merlin 000

Die Früheste

Die Sojabohne Merlin zeichnet sich durch besonders frühe Reife aus und erzielt sehr hohe Erträge. Die gute Standfestigkeit ist ein weiterer Vorteil von Merlin - damit wird auch eine gute Speisequalität abgesichert.

Botanischer Name: Glycine max
Aussaatstärke: 4 EH/ha
Verpackungsgrößen: 170.000 Körner/EH

Sojabohne Capnor 000

Capnor ist eine kurzwüchsige und mittelfrühe Sorte, die sich durch ihre sehr gute Standfestigkeit sowie höchste Ertragssicherheit auszeichnet.

Botanischer Name: Glycine max
Aussaatstärke: 4 EH/ha
Verpackungsgrößen: 170.000 Körner/EH

Sojabohne Lissabon 000

Lissabon ist eine frühreife Sorte, die sich durch schnelle Jugendentwicklung, gute Standfestigkeit und kurze Wuchshöhe auszeichnet.

Botanischer Name: Glycine max
Saatzeitpunkt: Ende April bis Anfang Mai (Bodentemperatur bei +10°C)
Aussaatstärke: 4-5 EH/ha
Erntezeitpunkt: Ende September bis Mitte Oktober

Sojabohne Cordoba 000

Cordoba ist eine mittelfrühe Sojabohne der Reifegruppe 000. Die Sorte zeichnet sich durch eine frühe Jugendentwicklung aus und besitzt so eine hohe Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern und Durchwuchs. Cordoba eignet sich auch zum Anbau in weniger günstigen Lagen. Sie ist auch als Speisesoja geeignet.

Botanischer Name: Glycine max
Saatzeitpunkt: Ende April bis Anfang Mai (Bodentemperatur bei +10°C)
Erntezeitpunkt: Ende September bis Mitte Oktober

Sojabohne Sultana 000

Sultana ist eine mittelfrühe Sojabohne der Reifegruppe 000. Die Sorte zeichnet sich neben ihrer frühen Reife auch durch hervorragende Krankheitstoleranzen aus. Sultana steht zudem für hohe Proteingehalte und ausgezeichnete Kornerträge.  

Botanischer Name: Glycine max
Saatzeitpunkt: Ende April bis Anfang Mai (Bodentemperatur bei +10°C)
Erntezeitpunkt: Ende September bis Mitte Oktober
Sorte: Sultana 000

HiStick Sojabohne

Impfmittel auf Torfbasis für Sojabohnensaatgut

Das Impfmittel für die Impfung von Sojabohnensaatgut. Ideal für die Zusatzimpfung bei Erstanbau von Soja.

Verpackungsgrößen: 1 Pack = 400 gr = ausreichend für ca. 1 ha

Körnererbsen

Der Eiweißlieferant mit Vorfruchtwert!

Botanischer Name: pisum sativum
Saatzeitpunkt: Ende Februar bis Ende März
Aussaatstärke: 60-70 Körner/qm
Sorte: Santana, Casablanca, Respect, Rocket, Alvesta, Salamanca
Tausenkorngewicht (TKG) 350-600 g

Ackerbohnen

Der Klassiker unter den Leguminosen!

Botanischer Name: vicia faba
Saatzeitpunkt: Ab Februar
Erntezeitpunkt: August-September, wenn Blätter und Stängel schwarz eingefärbt sind
Sorte: Gloria, Espresso
  • Pfahlwurzeln schaffen eine gesunde Bodengare
  • Als Fruchtfolgeglied vor oder nach Getreide bzw. als Futterpflanze für Rinder geeignet
  • Bildet mehr Stickstoff als beispielsweise Erbsen

Achtung: Bei Erstansaat ist eine Impfung erforderlich! Aufgrund ihrer Selbstunverträglichkeit muss eine Anbaupause von mindestens vier bis fünf Jahren eingehalten werden!

 

Sommersaatwicken

Rankende Leguminose

Botanischer Name: vicia L.
Saatzeitpunkt: Anfang März
Aussaatstärke: 140-160 Körner/qm
Sorte: Candy
Tausenkorngewicht (TKG) 40-80 g

Süßlupinen

Ideal für leichte Standorte

Botanischer Name: lupinus L.
Saatzeitpunkt: Anfang März, mind. 6°C Bodentemperatur
Aussaatstärke: 80-100 Körner/qm
Tausenkorngewicht (TKG) 120-160 g

Lupinen sind Stickstoffsammler und sorgen dank ihres Wurzelsystems für eine gute Bodengare!

Winterwicken

Botanischer Name: vicia L.
Saatzeitpunkt: September
Aussaatstärke: 60-100 kg/ha

Futtersaaterbsen

Botanischer Name: pisum sativum
Saatzeitpunkt: Ende Februar bis Ende März
Aussaatstärke: 150-200 kg/ha

Ausdauernde Lupinen

Botanischer Name: lupinus L.
Saatzeitpunkt: Anfang März, mind. 6°C Bodentemperatur
Aussaatstärke: 60-70 kg/ha

Neben Einzelsorten sind auch Hülsenfruchtmischungen verfügbar.

Hülsenfruchtgemenge

Aussaatstärke: 150-200 kg/ha
Verpackungsgrößen: 25 kg Säcke

 
30% Sommerwicken
60% Felderbsen
10% Ackerbohnen

Erbsen-Wicken-Gemenge

Aussaatstärke: 150-200 kg/ha
Verpackungsgrößen: 25 kg Säcke

60% Erbsen
40% Sommerwicken

Landsberger Gemenge

Aussaatstärke: 60 kg/ha
Verpackungsgrößen: 10 kg Säcke

Zusammensetzung:

15% Inkarnatklee
60% Welsches Weidelgras
25% Winterwicken

Kleearten
Neben Gräsern sind auch Kleearten ein wichtiger Bestandteil einer Mischung. Klee zählt zu den Leguminosen und kann somit gemeinsam mit Knöllchenbakterien den Luftstickstoff binden und im Boden einlagern. Leguminosen sind somit nicht nur unabhängig vom pflanzenverfügbaren Stickstoff im Boden, sondern düngen auch gleichzeitig den restlichen Bestand. Des weiteren sind sie sehr schmackhaft und eiweißreich und somit ein wichtiger Bestandteil im Futter.
Allerdings wird der Klee durch hohe Stickstoffgaben, die beispielsweise für das Deutsche Weidelgras notwendig sind, verdrängt. Somit ist der Kleeanteil in intensiv genutzten Beständen gering, in extensiv genutzten Beständen hoch. Um einen artenreichen Bestand zu erhalten ist daher auf eine ausgewogene und bedarfsorientierte Düngung zu beachten.

Die wichtigsten Kleearten sind:

TOP Produkt Alexandrinerklee

Die optimale Zwischenfrucht

Ideal zur einjährigen Sommernutzung, oft in Mischungen mit Einjährigem Weidelgras; ähnlicher Wuchs wie Luzerne; die Ernte sollte aufgrund der zunehmenden Verholzung nicht zu spät erfolgen.

Botanischer Name: trifolium alexandrinum
Saatzeitpunkt: Juli bis Ende August
Aussaatstärke: 30-35 kg/ha
Düngung: N-Bedarf zum Start 40 kg/ha
Verpackungsgrößen: 25 kg Säcke

Besonderheiten:

  • Eiweißreiche Futterpflanze
  • N-Sammler
  • Sehr schnelle Jugendentwicklung
  • Keine Durchwuchsgefahr
  • Sehr guter Vorfruchtwert
  • Abfrierend

TOP Produkt Perserklee

Zwischenfrucht

Dem Alexandrinerklee ähnlich ideal als Zwischenfrucht. Schnelle Jugendentwicklung und geringere Neigung zum Verholzen sind die Vorteile dieser Art. Ebenfalls Komponente für Zwischenfrucht-Mischungen.

Botanischer Name: trifolium resupinatum
Saatzeitpunkt: Juli-August
Aussaatstärke: 18-22 kg/ha
Verpackungsgrößen: 25 kg Säcke
  • Sommernutzung einjährig
  • Neigt weniger zum Verholzen
  • Hohe Erträge

Rotklee

Ausdauernder Stickstofflieferant

Rotklee ist die wichtigste Leguminose einer Pflanzengesellschaft in einem ausgewogenen Grünlandbestand. Der mehrjährige Klee ist zuverlässiger Eiweißlieferant im Grundfutter und reichert den Boden mit Stickstoff an. Sollte der Rotklee im Bestand zu dominant werden, kann dies durch Kunstdüngergaben reguliert werden.

Botanischer Name: trifolium pratense
Aussaatstärke: 15-20 kg/ha
Sorte: diploide und tetraploide
  • Bildet tiefe Pfahlwurzeln
  • Kälteverträglich
  • Hält Tiefschnitt und Beweidung stand
  • Eiweißreiche Futterpflanze
  • Mehrjährig

Weißklee

Die Ergänzung zum Rotklee

Weißklee ist oftmals winterhärter und weniger anfällig für Kleekrebs wie Rotklee, im Ertrag jedoch nicht ganz so stark. Ein Muss in jeder guten Mischung.

Botanischer Name: trifolium repens
Aussaatstärke: 10-12 kg/ha

Niedrigwachsend (Morsö): Durch die Bildung von oberirdischen Ausläufern dichte Narbenbildung

Hochwachswende (Ladino): lange Triebe mit großer Blattmasse

Mehrjährig

Weitere Kleearten und kleeartige Pflanzen:

Gelbklee

Botanischer Name: medicago lupulina
Aussaatstärke: 20-25 kg/ha

Bokharaklee

Botanischer Name: meliotus albus (weißbl.) m. officinalis (gelbbl.)
Aussaatstärke: 25-30 kg/ha

Erdklee

Botanischer Name: trifolium subteranum
Aussaatstärke: 25 kg/ha

Esparsette

Botanischer Name: onobrychis sativa
Aussaatstärke: 140-160 kg/ha
  • Mehrschnittig und einschnittig
  • Bedingt winterhart
  • Bestandteil im Jurakleegras

Hornklee

Botanischer Name: lotus corniculatus
Aussaatstärke: 12-15 kg/ha
  • Tiefwurzler mit starker Bestockungsfähigkeit
  • Mehrjährig und ausdauernd

Inkarnatklee

Botanischer Name: trifolium incarnatum
Aussaatstärke: 30-35 kg/ha
  • Schnelle Jugendentwicklung
  • Frühe Reife
  • Flachwurzler

Kleinklee

Botanischer Name: trifolium minus
Aussaatstärke: 12-15 kg/ha

Luzerne

Hoher Ertrag auch mit wenig Wasser

Luzerne eignet sich ideal für trockene Gebiete. Im Mittelmeerraum ist sie eine der Hauptfutterpflanzen.
Ideal als Mischungskomponente, da Luzerne schmackhaft und ertragreich ist.
Ausgangspflanze für die Produktion von Luzerne-Cobs und Luzerne-Mehl.

Botanischer Name: medicago sativa
Aussaatstärke: 25-35 kg/ha
  • Pfahlwurzelpflanze
  • Oberirdische Knospen, daher empfindlich bei Beweidung und Tiefschnitt
  • Trockenheitstolerant
  • Gute Futterwerte

Schwedenklee (Bastardklee)

Botanischer Name: trifolium hybridum
Aussaatstärke: 10-15 kg/ha
  • Ähnlich Rotklee
  • Flachwurzler

Sumpfschotenklee

Botanischer Name: lotus villosus
Aussaatstärke: 10-12 kg/ha

News

20.03.2012
Sojabohnen

Die Aussaat steht kurz bevor - jetzt Saatgut ordern! Mehr Informationen finden Sie hier

20.03.2012
Grünlandnachsaat-Bestände überprüfen und Saatgut ordern

In vielen Teilen Deutschlands hat der schwere Wintereinbruch im Februar die Bestände geschwächt. Jetzt Ertrag und Qualität absichern. Mehr Informationen finden Sie hier

Saatstärkentabelle als Download!

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